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3. Juni 2014

re:publica 14: Into the wild

Ich war in der Hauptstadt unterwegs. Und habe mich für Euch einmal auf dem weltweit wichtigsten Festival der digitalen Gesellschaft umgeschaut.

Es ist mittlerweile zu einer guten Tradition geworden, dass sich die deutschen und internationalen Größen des Internets einmal im Jahr in Berlin versammeln. Zwar ist die re:publica keine Tech-Konferenz im klassischen Sinne, wo über die neuesten Technologien und angesagtesten Apps diskutiert wird, aber dennoch ist hier der Puls der Zeit deutlich zu spüren. Und als eine der führenden Social Media-Agenturen in Deutschland können sich auch die Wunderknaben den aktuellen Strömungen und Meinungen im Internet nicht entziehen – denn was heute in den Eliten des Webs diskutiert wird, kann in der Zukunft Thema in einer der von uns betreuten Communities werden oder für zukünftige Aufgabenstellungen von großer Relevanz sein.

Die Veranstaltung dazu – die re:publica – stand dieses Jahr unter dem Motto “Into the wild”, was auch einen Teil des Vortragsprogramms beeinflusst hat. Auf welcher international anerkannten Konferenz bekommt der Besucher sonst die Gelegenheit, den Weg eines natürlich aufgewachsenen Schweins in die Bratwurst live nachzuverfolgen?

Langweilig wurde es garantiert nicht

Wie es sich für eine standesgemäße Konferenz gehört, war das prall gefüllte Programm weitaus mehr, als ein Mensch in drei Tagen konsumieren kann. Gegliedert in insgesamt sechs verschiedene Stränge konnte man sich in Vorträgen, Workshops und Diskussionen mit den Themenbereichen Business & Innovation, Science & Technology, Politics & Society, Research & Education, Culture und Media auseinandersetzen. Für ein volles Programm und reichlich Auswahl aus den über 250 Veranstaltungen war also gesorgt.

Wenn man jetzt noch die Zeit hinzurechnet, die auf das Wiedersehen mit alten Bekannten und Freunden, der Befriedigung körperlicher Bedürfnisse aller Art und allen anderen Unwägbarkeiten entfällt, kann man nur dankbar sein, dass mittlerweile fast jeder Vortrag auf der re:publica im Nachhinein auch als Video zur Verfügung steht.

Meine Highlights der re:publica 14

Dem Interessierten sei also empfohlen, sich über die Homepage der re:publica durch das vielfältige Programm zu klicken und die Vorträge auf YouTube nachzuschauen – da sollte für jeden Geschmack etwas dabei sein.

Ohne weitere Umschweife möchte ich daher den Interessierten folgende Vorträge besonders ans Herz legen:

1. Sascha Lobo: Rede zur Lage der Nation

In gewohnt pointierter und bissiger Art wird die Netzgemeinde gescholten und auf einen besseren Lobbyismus eingeschworen. Man muss nicht der Meinung von Sascha Lobo sein, aber man sollte ihm auf jeden Fall zuhören.

2. WikiLeaks, Manning and Snowden

Sarah Harrison, die Journalistin, mit deren Unterstützung Edward Snowden aus Hongkong entkommen ist, wird von Alexa O’Brien interviewt, die den Prozess um Chelsea Manning begleitet hat.

3. Looking for freedom

Die re:publica wäre nicht komplett gewesen ohne einen skurrilen Stargast. In diesem Jahr hat diese Rolle David Hasselhoff eingenommen, der im Auftrag von F-Secure den Launch des Digital Freedom Manifesto verkündet hat. Und obwohl er nicht singen wollte/sollte, hat er am Ende doch nicht widerstehen können.

4. Felix Schwenzel: Wie ich lernte, die Überwachung zu lieben

Das Gegenstück zu Sascha Lobos flammender Rede, aber nicht minder wichtig und pointiert vorgetragen vom Blogger Felix Schwenzel (wirres.net).

5. Friedemann Karig “Überwachung macht impotent – neue Narrative gegen Überwachung!”

Spannend und launig vorgestellt: Ein ernstes Thema, welches einen der zentralen Bausteine vieler Vorträge der re:publica bildete. Friedemann Karig fragt sich, welche Geschichte wir erzählen müssen, damit Menschen sich endlich gegen Überwachung wehren.

6. Lorenzo Tural Osorio: Zahnbürste oder Longboard!

Der jüngste Redner der diesjährigen re:publica – 12 Jahre alt – erzählt über seine bisherigen Social Media-Aktivitäten mit anschließendem Ping Pong-Thinking. Sehr erfrischend und frei gesprochen zeigt er so manchem alten Präsentations-Hasen, wo es lang geht.

7. Moritz Metz: Wo das Internet lebt

Sehr unterhaltsame Umsetzung eines Radiobeitrags auf der Suche nach dem Internet. Allen Internetbenutzern hiermit empfohlen.

https://www.youtube.com/watch?v=qfeHbwp2-Ig

Alle Vorträge zum Nachschauen

Alle Vorträge der re:publica 2014 und der vorherigen Jahre findet man bei YouTube.

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