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4. Februar 2014

Happy Birthday, Facebook!

von Izidor Certov (Social Media Redakteur, Wunderknaben Wien) und Doris Unterrainer (Social Media Redakteurin, Wunderknaben Wien)

„Kinder, wie die Zeit vergeht!“

Was 2004 als unscheinbares Studentennetzwerk begann, vernetzt im Jahre 2014 rund um den Globus rund 1,19 Milliarden Nutzer/innen: Facebook.  Das Social Network ist in 127 von 137 Staaten zum Platzhirsch der Sozialen Netzwerke geworden – und wird es laut aktuellen Studien in den nächsten Jahren auch bleiben: schätzungsweise 728 Millionen User/innen loggen sich täglich ein, jede Sekunde werden fünf neue Facebook-Profile angelegt.

Trotz seines 10-jährigen Bestehens zählt die Social Network-Plattform immer noch zu den „neuen Medien“, die durch Interaktivität und die Überwindung von Raum und Zeit unseren Kommunikationsalltag verändern.

Diese revolutionäre Möglichkeit der Kommunikation wussten Unternehmen in den vergangenen Jahren mehr oder weniger gut zu nutzen. Jeder Facebook-Nutzer ist im Schnitt Fan von 80 Unternehmensseiten. Diese Unternehmen versuchen in den durchschnittlich 20 Minuten, die jeder User täglich in Facebook verbringt, mit spannenden Postings Aufmerksamkeit und Vertrauen der Social-Media-Gemeinde zu erlangen.

Unter den drei erfolgreichsten Unternehmen auf Facebook befindet sich auch eine österreichische Marke: Auf Platz 3 befindet sich RedBull mit 42 Millionen Fans hinter YouTube mit 77 Millionen und dem absoluten Spitzenreiter Coca-Cola mit 78 Millionen Fans. Selbst Coca-Cola wird aber von der US-Sängerin Rihanna mit 84 Millionen „Gefällt mir“-Angaben überholt.

Dieses einzigartige soziale Netzwerk sollten Unternehmen nicht nur stur zur einseitigen Kommunikation verwenden. Vielmehr sollte Facebook aus Unternehmenssicht auch für Monitoring genutzt werden. Meinungen, Wünsche und Anregungen können in diesem Umfeld leicht erschlossen werden, Unternehmen können mögliche Krisenherde im Vorfeld „ausbügeln“.

Dies schaffen Unternehmen, indem sie die Interaktion mit ihren Usern/innen aufrecht halten und Antworten auf Fragen geben – und das möglichst schnell. Denn spätestens seit das Schlagwort „Shitstorm“ bei Kommunikationsverantwortlichen den Puls nach oben steigen lässt, ist klar, wie rasend schnell sich Inhalte im Web verbreiten.  Der User erwartet mittlerweile vom Community Management der Unternehmensseite eine schnelle und kompetente Lösung seines Problems. Durch die Öffentlichkeit und Sichtbarkeit der Userbeiträge entsteht so auch für das Unternehmen ein unmittelbarer Handlungsbedarf – es liegt nicht zuletzt auch im Interesse des Unternehmens, seinen Usern für alle sichtbar schnelle Hilfe anzubieten.Eine Studie belegt, dass die Deutsche Bahn dabei führend ist, die nicht nur am schnellsten (55 Minuten), sondern mit 94 Prozent auch die meisten Posts beantwortet. Dahinter folgen DHL Paket (125 Minuten, 91 Prozent Antwortquote) und die Telekom (214 Minuten, 93 Prozent).

Die Kommunikationsarbeit wurde im letzten Jahrzehnt also durch die Errungenschaft von Social Media ergänzt. Diese Entwicklung wurde mehr oder weniger erfolgreich genutzt: Die Online-Kommunikationsprofis behaupten auf Offline verzichten zu können, die Offline-Kommunikation blickt immer noch argwöhnisch auf Social Media.

„Nun sind wir einer Phase angelangt, in der auch die Social Networks mit ihren Angeboten Geld verdienen möchten, das sehen wir bei der schrittweisen Einschränkungen der Reichweite von Unternehmensseiten“, merkt Stefan Schmertzing, Wunderknaben Wien, an. Das neue Erfolgskonzept der Unternehmenskommunikation für die nächsten 10 Jahre ist für den Kommunikationsmanager nicht neu: „Nur Unternehmen die ein einheitliches Kommunikationskonzept offline und online verfolgen, können langfristig Erfolg haben“

10 Jahre Facebook lehren uns einiges. Letztendlich liegt es an uns, diese Erfahrungswerte für die optimale Unternehmenskommunikation zu nutzen.

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