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16. November 2016

Facebook Zensur – Was ändert sich 2016?

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Dass Facebook Richtlinien für seine Gemeinschaftsstandards an den Tag legt, die nicht alle Nutzer zufriedenstellen, ist bekannt. Als Verstöße gegen die Gemeinschaftsstandards gelten in der Regel Nacktbilder, Gewaltdarstellung, Hasspostings und ähnliche Inhalte. In der Praxis funktioniert das jedoch weniger. Unzählige User melden anstößige Bilder, worauf seitens Facebook die Begründung folgt, dass diese nicht gegen die Gemeinschaftsstandards verstoßen würden und daher nicht gelöscht werden. Auch wenn der Verstoß gegen die Standards nur allzu offensichtlich ist.

Bilder, die zwar nackte oder spärlich bekleidete Menschen zeigen, jedoch von hohem, öffentlichem Interesse sind, werden wiederum gelöscht. Ein Beispiel hierfür ist das Bild eines nackten Mädchens, das im Vietnamkrieg nach einem Napalm-Angriff nackt über die Straße rannte. Trotz der Darstellung des nackten Mädchens hat dieses Bild hohen Informationscharakter sowie einen historischen Wert, da es ein Symbol für das durch den Krieg verursachte Leid ist und daher keinen Anlass dazu bietet, gelöscht zu werden. Insbesondere, da auf Facebook Nacktbilder existieren, die tatsächlich anstößig sind, jedoch durch das Unternehmen belassen werden.

Es wird nachgebessert

Jetzt will das Unternehmen jedoch seine Maßstäbe ändern und Inhalte zulassen, die zwar gegen die Gemeinschaftsstandards verstoßen, für die Öffentlichkeit aber wichtig sind. Dies gilt beispielsweise für dieses Bild des Vietnamkrieges, das nach Protesten doch wieder auf Facebook zugelassen wurde. Eben, weil es von öffentlichem Interesse ist. Doch was ist unter dieser geplanten Regeländerung tatsächlich zu verstehen und wie wirkt es sich in der Praxis aus?

Bisher nur nebulöse Äußerungen seitens Facebook

Fest steht, dass Facebook somit plant, weniger Zensur zu betreiben und, wie bereits erwähnt, vormals zensierte Inhalte zuzulassen. Dies soll sowohl Bilder als auch Artikel betreffen. Dies gilt allerdings nur unter der Prämisse, dass bestimmte Inhalte Kindern und Jugendlichen verborgen bleiben. Wie und unter welchen Kriterien Facebook diese Maßnahmen umsetzen will, erläutert das Unternehmen bisher nur am Rande und nennt keine konkreten Maßnahmen.

Ist das alles umsetzbar?

Die Frage nach der Umsetzbarkeit dieses Vorhabens lässt sich nur sehr schwer beantworten. Der Grund hierfür liegt in der subjektiven Wahrnehmung von Inhalten, die auf den ersten Blick nicht ungewöhnlich erscheinen, in bestimmten Ländern oder Gruppierungen jedoch als vulgär gelten oder sogar ganz verboten sind. Detaillierte Angaben bleibt Facebook somit noch schuldig.

Facebook sieht das Vorhaben nach eigenen Angaben als eine immens schwere Herausforderung, was es auch zweifellos ist. Was nun passieren wird, das zeigt die Zukunft. Wir bleiben jedenfalls aufmerksam und beobachten weiter.

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