9 Apr 2020

Keine Reichweite dem Corona!

Beitrag von: Tamara Karvang

Könnt ihr es auch nicht mehr lesen/hören/sehen oder klickt ihr wissbegierig auf jeden Artikel zum Thema? Verfolgt ihr jeden Live-Stream von Pressekonferenzen, sucht nach den Trend-Hashtags des Tages oder nutzt ihr die digitalen Medien eher um Kontakt zu euren Liebsten via Zoom und Co. zu halten?
Schlachten die (digitalen) Medien das Thema aus und überfordern uns damit?

Gedanken zum Corona-Virus im digitalen Zeitalter.

Wie ihr zu dem Thema Corona aktuell auch steht, es ist omnipräsent in den (digitalen) Medien. Da könnte man sich doch glatt fragen: Wie sähe es in Corona-Zeiten ohne das Internet aus? Schwebte es dann nicht wie eine Wolke über unseren Köpfen, allzeit bereit, die neusten News über uns zu ergießen? Wir müssten schließlich die Nachrichten in diesem – sogenannten – Fernsehen abwarten, um über die neusten Entwicklungen auf Stand gebracht zu werden, statt über Push-Benachrichtigungen, Apps und Social Media permanent mit dem Thema konfrontiert zu werden.

Man könnte fast meinen, die digitalen Medien geben uns keine Pause. Lassen uns nicht von Corona wegkommen. Zahlen und Studien belegen derzeit durchweg, dass die Nutzung von digitalen Medien rapide angestiegen ist. Vielleicht liegt das an der Kurzarbeit oder im schlimmsten Fall an der Arbeitslosigkeit, die viele Arbeitnehmer durch die Corona-Krise betrifft. Vielleicht liegt es aber auch daran, dass wir die physische Distanz zu unseren Liebsten durch digitale Nähe ausgleichen wollen.

Hand aufs Herz: Wer hat etwa noch nicht an einer Zoom-Live-Yoga-Stunde teilgenommen, Bananenbrot gebacken & gepostet, das Handy tatsächlich mal wieder zum TELEFONIEREN benutzt oder sich in den zahlreichen Memes zu Klopapier, Home Office und Social Distancing wiedererkannt und sie den Freunden weitergeleitet?
 
 

Das Internet und die damit verbundenen Annehmlichkeit (und damit meine ich nicht, ihhh, Home Office) zeigen uns einmal mehr: Hey, dem geht’s genau wie mir! Hey, der hat dieselben Ängste! Und auch kein Klopapier mehr.

Ich sehe es so: Das Internet und die digitalen Medien zeigen das Beste im Menschen – Kreativität, Humor, Zusammenhalt, Möglichkeiten wie Home Schooling – aber eben auch das Schlechteste. Genau wie eine Krise.
Und die haben wir nun mal momentan. Also sitzen wir alle im selben Boot. Und das Rettungsnetz, das uns vielleicht hilft, diese Zeit ohne soziale Schäden und Monobrauen (es gibt ja schließlich Videokonferenzen) zu überstehen, ist vielleicht: Das Netz.
 
 
 

Geschrieben von Tamara Karvang.
War in der Grundschule gut in Lesen & Schreiben & ist deshalb jetzt Online Redakteurin.
Verfügt über die diktatorische Herrschaft dieses Blogs.
1990 in deutsch-schwedischer Koalition gegründet.
Kichert zu 90 % des Tages.

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