21 Mai 2019

Wunderknäbin goes boot Düsseldorf

Beitrag von: Marina Costa

Früher kannte ich die boot nur von den Plakaten in Düsseldorf. Ich dachte immer, diese Messe sei sicher nur etwas für ältere, gut betuchte Herren, die gerne in schicken Yachten durch die Welt rauschen. Nichts für mich also. Heute, ein Jahr Social Media Betreuung der weltgrößten Wassersportmesse später, weiß ich, dass die boot jeden bewegen kann, der bereit ist, sich mitreißen zu lassen. Alter, Geschlecht und Geldbeutel spielen da gar nicht mal so eine Rolle.

Vielleicht liest man es ein bisschen raus – ich bin während meiner Arbeit für die boot selbst ein Fan geworden. Seit einem Jahr bin ich jetzt bei den Wunderknaben und denke, plane und schreibe seit Tag eins für die boot Düsseldorf. Als Werbe-Mensch freut man sich ja immer, wenn man etwas machen darf, das die Leute wirklich bewegt. Ich hatte Glück. Fast ein Jahr lang ließ ich mich also von den internationalen Pionieren des Wassersports und den Geschichten der boot zu Postings auf Social Media inspirieren, bis es dann im vergangenen Januar endlich so weit war – ich erlebte meine erste „eigene“ boot. Und dann auch noch im Jubiläumsjahr. Yay!

Der Marterpfahl in der Beach World & ich

 
Ein bisschen Lampenfieber hatte ich ja. Die boot begeistert tausende Menschen aus der ganzen Welt, denen auf Social Media großes Kino geboten werden muss. Wir alle hatten Großes vor. Das gesamte Who’s Who der Wassersportler-Szene würde da sein, die teuersten Superyachten und jede Menge Promis. Oh Gott, Promis?! JA. Und das sollte nicht die einzige Frage bleiben. Das Team und mich beschäftigte ebenfalls: Wie verpackt man alle Themen, die dieser Gigant von einer Messe zu bieten hat, ohne einen Bereich zu vernachlässigen? Wie kann man gleichzeitig an mehreren Orten sein, um über alles, was geschieht, zu berichten?  Wie bekommt man abseits der Hallenpläne eigentlich mit, wenn etwas Unvorhergesehenes passiert? Und wie geht man damit um, wenn man weiß, dass gerade ALLE zusehen, z.B. bei einem Live-Video?

Okay, für alle, die es wirklich wissen wollen, hier einmal die ungeschminkte Wahrheit: Gute Turnschuhe, um schnell wie der Blitz von Halle 3 nach Halle 14 laufen zu können. Dreh- und Redaktionspläne für einen perfekt abgestimmten Feed auf allen Channels. Die Bereitschaft, von diesen Plänen abzusehen, wenn außerplanmäßig ein Kind sein Kuscheltier verliert und dieses wiedergefunden werden muss. Den Mut, loszulassen – bei einem Live-Video muss nicht alles perfekt sein.
Um die boot mit all ihren Facetten wirklich abbilden zu können, was unser Mindestanspruch war, musste hier weit über die einfache Berichterstattung hinausgedacht und gegangen werden. Ich wollte mich mitreißen lassen. Dazu suchte ich das intensive Gespräch mit der jüngsten Weltumseglerin, sprang zum ersten Mal mit Tauchflasche ins Wasser, ließ mir das Gefühl beschreiben, einen 40m hohen Wasserfall mit Kayak runter zu rauschen, tauschte mit Kanu- und Windsurfmeistern Handynummern aus, besichtigte Luxusyachten (natürlich mit Schon-Söckchen), reiste mit VR Brillen in die tiefsten Tiefen des Ozeans, feierte mit den Ausstellern die größte Party, auf der ich jemals war und ließ meinen Job zum 9-tägigen Mikroabenteuer werden. Mitten in Düsseldorf, mitten im Januar.

Surflegende Robby Naish mit meiner Kollegin Leonie (links) und mir

 
Und auch wenn ich als Social Media Beauftragte der boot Düsseldorf hochprofessionell unterwegs bin – am Ende war auch ich nur das kleine Fan-Girl das unbedingt ein Selfie mit Surf-Legende Robby Naish machen wollte.

Geschrieben von Marina Costa.
Denkt als Social Media Concepter gerne quer.
Schreibt, malt, singt und tanzt nicht nur Buchstaben.
Kann sich seit 1988 für keine Haarfarbe entscheiden.
Ist eher so auf der Gefühlsebene unterwegs.

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