11 Jan 2019

Datenschutz: Hast du etwas zu verbergen?

Beitrag von: Tamara Karvang

Airbnb hat keine eigenen Unterkünfte, Uber keine eigenen Fahrzeuge und Amazon startete ursprünglich als elektronisches Buchgeschäft. Dank Smartphone-Boom und sicherlich auch der menschlichen Bequemlichkeit, sind das heute nur drei der milliardenschwersten Imperien des digitalen Zeitalters. Was die drei gemeinsam haben? Das Gold unserer Zeit: Daten.

Neben der Tatsache, dass diese Unternehmen zu den wertvollsten weltweit gehören (Amazon liegt mit einem Börsenwert von 797 Milliarden US-Dollar auf dem ersten Platz, gefolgt von Microsoft mit 783 Milliarden US-Dollar – Stand 08.01.2019), vereinfachen sie uns das alltägliche Leben und bringen uns doch einiges an Zeitersparnis. Und das ist in unserer schnelllebigen, stressigen Zeit ja sehr viel wert. Du brauchst eine günstige Unterkunft für deinen Städtetrip? Einfach Reiseziel in die App eingeben. Du willst von der Party nach Hause kommen? Einfach per Smartphone den nächsten Fahrer orten.

Aber wie bei jedem Fortschritt, bei jeder neuen Errungenschaft, gibt es einen kleinen, aber feinen Haken, der rot vor sich hin blinkt. Und der ist hier: der liebe Datenschutz. Wer dieses Wort in den Mund nimmt, muss mit kollektivem Augenrollen und allgemeinem Aufstöhnen rechnen. Er ist wie die Steuererklärung. Oder die Haftpflichtversicherung. Ganz schön lästig, aber doch irgendwie notwendig.

Doch was heißt das eigentlich – Datenschutz?

Wir geben in den sozialen Netzwerken schließlich ziemlich viel freiwillig preis. Ist uns das überhaupt wirklich bewusst? Bzw. was passiert, wenn persönliche Daten in die falschen Hände geraten? Oder ist das gar nicht so schlimm? Wer nichts zu verbergen hat, dem kann das auch egal sein? Datenleaks gibt es ja genug. Aktuell hält ein 20-jähriger Schüler die Staatsanwaltschaften auf Trab – er veröffentlichte persönliche Daten einiger Politiker und Prominenter, über die er sich laut eigener Aussage geärgert hatte.

Ich weiß, was du zuletzt in der Versandapotheke bestellt hast.

Worauf wir hinauswollen? In unserer digitalen Zeit sind Daten vor allem eines: Macht. Denn sie bedeuten Privatsphäre. Wer jetzt einwendet: Die legt manch einer doch im Internet selbst komplett offen, dem muss gesagt werden: Ja, das tun wir. Aber jeder in seinem eigenen Ermessen. Jeder gibt dort preis, was er auch preisgeben will. Schließlich will niemand unter Dauerbeobachtung stehen. Egal, ob er dabei etwas Verbotenes tut oder nicht. Wir wollen nicht, dass jeder Zugriff auf unsere sensibelsten Daten hat. Und deshalb brauchen wir den Datenschutz – wie lästig er auch ist. Also akzeptiert fleißig die Datenschutzverordnungen, reflektiert ab und zu mal, was ihr online stellt und vertraut nicht allem, was im Internet steht. Hat man ja schließlich früher auch übers Fernsehen gesagt.

Dieses Teufelsmedium.

Geschrieben von Tamara Karvang.
War in der Grundschule gut in Lesen & Schreiben & ist deshalb jetzt in der Online Redaktion.
Verfügt über die diktatorische Herrschaft dieses Blogs.
1990 in deutsch-schwedischer Koalition gegründet.
Kichert zu 90 % des Tages.

Kontakt
Meine Daten werden dabei nur streng zweckgebunden zur Bearbeitung und Beantwortung meiner Anfrage benutzt. Mit dem Absenden des Kontaktformulars erkläre ich mich mit der Verarbeitung einverstanden.