13 Sep 2018

Time to say goodbye – jedenfalls für die halbe Woche

Beitrag von: Leonie Brand

Jetzt neigt meine Zeit bei den Wunderknaben sich langsam aber sicher dem Ende entgegen. Zumindest meine Zeit als Volontärin. Und wenn etwas zu Ende geht, schaut man automatisch etwas wehmütig auf den Anfang…

(Ok, so weit gehe ich nicht zurück, keine Sorge)

…Wir schreiben das Jahr 2017, „Despacito“ läuft rauf und runter, alle probieren die neue Schokoladen Pizza und man dreht nicht mehr am Rad, sondern am Fidget Spinner. In diesem Sommer also beginnt mein Leben als Wunderknäbin.

Da saß ich also. Bachelor in der Tasche, gerade aus dem Ausland zurückgekehrt und bereit wie nie für meine erste richtige Berufserfahrung. Nebenjobs hatte ich viele, aber jetzt wollte ich Fuß fassen. Ich hatte damals keine Lust mehr zu studieren und wollte endlich in die Praxis eintauchen. Endlich nicht mehr für Prüfungen lernen, keine Hausarbeiten mehr schreiben, nicht mehr in Vorlesungen vor sich hin vegetieren.

Und die Wunderknaben gaben mir diese Chance – ein Volontariat in der Content Unit! Was war ich aufgeregt. Egal, wie viel theoretisches Wissen man im Studium anhäuft: Worauf es wirklich ankommt, lernt man erst in der Praxis. Und gelernt habe ich im Laufe dieses einen Jahres eine Menge: Was passiert bei einem Meeting, wen kann man duzen, wie viele Zeichen hat eine Facebook Ad, wie schieße ich so genau wie möglich mit einer Nerfgun auf meine Kollegen? Und es gab unendlich viele erste Male: Erstes Kundengespräch, erster Außentermin, erstes eigenes Posting, erster Blogartikel, erstes Mal mit Presse-Ausweis vor Ort, erster Nerfgun-Pfeil im Auge… Viele Grüße an Sabine an dieser Stelle.

Ich konnte außerdem die volle Bandbreite an Postings kennenlernen: Vom absoluten Unsinns-Post zum ersten April, über wunderschöne Wassersport-Instagram-Beiträge zu doch etwas kompliziert geratenen Artikeln über industrielle Maschinen. Ich habe Einblicke in die Arbeit für die verschiedensten Kunden gewonnen und gelernt, mich in die unterschiedlichsten Tonalities einzufühlen. Tonality – eine von vielen neuen Vokabeln übrigens.

Was man im Studium nicht lernt und worauf ich überhaupt nicht vorbereitet war, sind die Kollegen. Anfangs etwas schüchtern, wurde ich doch nach kurzer Zeit Teil dieser großen Familie. Und was für eine: Team Content ist einfach ein Kapitel für sich, das muss man selbst erleben. Ich sage nur so viel: Es gibt ein rosa Stofftiereinhorn namens Horny und unser liebevoll als Unit-Diktator bezeichneter Unit-Diktator brachte nach Weihnachten Watte-Schneebälle für Büro-Schneeballschlachten mit.
Nach und nach erlebte ich die verrücktesten Geschichten und durfte immer mal wieder für Postings meine nicht vorhandenen Back- und Bastelfertigkeiten demonstrieren.

Doch nach einiger Zeit wurde mir bewusst, dass ich doch wieder studieren wollte und fing an, mich für den Master zu bewerben. Die Wunderknaben unterstützten mich dabei. Als Werksstudentin werde ich weiterhin arbeiten können und nicht den Bezug zur Praxis verlieren. Es wird mir nicht leicht fallen, nicht mehr jeden Tag in die Agentur zu kommen, umso glücklicher bin ich, weiterhin Teil des Teams sein zu dürfen.

Jetzt heißt es aber erst einmal wieder studieren. Endlich wieder für Prüfungen lernen, Hausarbeiten schreiben und in Vorlesungen vor sich hin vegetieren – UND Wunderknäbin sein!

Geschrieben von Leonie Brand.
Hat als Werksstudentin im Content sonst nichts zu tun.
Reißt in 10 Jahren die Weltherrschaft an sich.
Hat seit 1992 definitiv einen an der Waffel.
Singt zu oft „Griechischer Wein“.

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