22 Apr 2018

Ein Zwischenfazit – Interview mit mir selbst

Beitrag von: Tamara Karvang

Seit nun fast 4 Monaten bin ich eine Wunderknäbin. Zeit, Zwischenbilanz zu ziehen – und einmal in mich zu horchen. Wie waren meine ersten vier Monate in einer Agentur? Was habe ich gelernt? Welche Klischees über die Agenturarbeit haben sich bestätigt?

Warum wollte ich überhaupt in einer Agentur arbeiten?

Als ich angefangen habe zu studieren, war mein Ziel, danach für eine Zeitungs- oder Fernsehredaktion zu arbeiten. Was ich auch beides während und nach dem Studium tat – mein erster redaktioneller Job war in einer kleinen Düsseldorfer Wochenzeitung. Man will als Studienanfänger ja schließlich noch die Welt retten. Als die Jahre aber vergingen und ich mein Studium beendet habe, musste ich feststellen, die Welt will gar nicht gerettet werden. Sie will sich selber retten. Der Großteil, der noch einen Job in der klassischen Zeitungsbranche ergattert, arbeitet als freier Mitarbeiter. Die Leser und User da draußen wollen selbstbestimmt sein. Sie wollen keine vorgefertigten Tatsachen mehr aus den Medien. Sie wollen sich ihr Programm selbst aussuchen: welche Serie sie schauen, welche Musik sie hören, woher sie ihre Infos beziehen. Und das bekommt man, richtig: im Internet.

Das ist mittlerweile wohl auch beim letzten Unternehmenschef angekommen. Was sagen Peter Schmidt oder Lisa Ulrich über dieses Unternehmen, welche Erfahrungen haben sie gemacht? Der User will keine Lobhymnen der Unternehmen mehr, in denen sie erzählen, warum dieses Waschpulver deine Wäsche zu der saubersten Wäsche aller Zeiten macht.

Deshalb: Hallo, hier bin ich, liebe Social Media Agentur.

Klischees in der Agenturwelt

Der typische Agenturmensch ist unter 30, trägt niemals einen Anzug und wirft den ganzen Tag mit Buzzwords um sich. Das kann ich so nicht unterschreiben. Wir sind ein ziemlich bunt gemischter Haufen – von jung bis (gaaanz) alt, Mama bis Agenturhund.

Geschossen wird trotzdem mit scharfer Munition – in Form von Schaumstoff-Pfeilen aus Nerf-Guns und Schneebällen aus Schaumstoff/Watte/undefinierbar.

Bei unserer Kleiderwahl sind wir ziemlich frei. Außer bei Kundenterminen, da packt mein Redakteurskollege Tim immer sein Karo-Hemd aus.

Mein Fazit

Ich habe sehr viel dazugelernt, kann jeden Tag kreativ sein und habe viele leckere Team-Essen gefuttert und coole (nicht mit Buzzwords um sich werfende) Leute getroffen – auch, wenn ich schon öfters einen Schneeball im Gesicht hatte – der vorher im Hundemaul steckte.

Geschrieben von Tamara Karvang.
War in der Grundschule gut in Lesen & Schreiben & ist deshalb jetzt Online Redakteurin.
Verfügt über die diktatorische Herrschaft dieses Blogs.
1990 in deutsch-schwedischer Koalition gegründet.
Kichert zu 90 % des Tages.

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