19 Feb 2013

24/7/365 – Gedanken über die Verfügbarkeit von Medien

Beitrag von: Benjamin Thomas

“Hab’ ich verpasst” zählt nicht mehr!

Hier ein (leider nicht mehr so) aktuelles Beispiel: arte strahlte im August 2012 die Sende-Reihe “Summer of Rebels”, mit Sondersendungen z.B. zu John Lennon, Jimi Hendrix oder Pink Floyd, aus. Für mich persönlich – zumindest in Teilen – sehr interessant und absolut sehenswert.

“Hab’ ich verpasst” zählt nicht mehr!

Hier ein (leider nicht mehr so) aktuelles Beispiel: arte strahlte im August 2012 die Sende-Reihe “Summer of Rebels”, mit Sondersendungen z.B. zu John Lennon, Jimi Hendrix oder Pink Floyd, aus. Für mich persönlich – zumindest in Teilen – sehr interessant und absolut sehenswert.

Das ganze kommt natürlich zur besten Sendezeit von 20:15 bis spät in die Nacht. Nur wer kann es sich schon leisten, an einem normalen Wochentag bis 0:00 Uhr vor dem Fernseher zu sitzen? Genau, fast niemand!

Und so kommt es fast zwangsläufig dazu, dass man einzelne interessante Sendungen verpasst bzw. nicht sehen kann.

Sind Mediatheken die Lösung?

Doch zum Glück bieten mittlerweile viele Sender ihr Programm in Mediatheken an – zum nach-schauen sozusagen. Hier hat man die Möglichkeit, sich zu jeder Tages- und Nachtzeit genau die Sendung anzuschauen, die man gerade sehen will.

Sogar mit dem zusätzlichen Luxus einer Pause- oder Rewind-Funktion. Also das, was man sich beim Fernseher – vor der Entwicklung von Decodern mit Festplatte – immer gewünscht hat.

Pflichtprogramm oder unbegrenzte Möglichkeiten?

Doch bedeutet das im Umkehrschluss, dass man nicht mehr guten Gewissens eine vermeintlich wichtige und bedeutsame Sendung verpassen darf?

Ich denke nicht!

Denn so würde es unvermeidlich mit einem Strudel aus Sendungen enden, die man verpasst hat, weil man eine andere wichtige Sendung nachträglich online gesehen hat.

Dieser Satz klingt in sich ja schon skurril genug. Doch eine Betrachtung des modernen Medien-Nutzungsverhaltens würde hier sicherlich zu weit führen.

Für mich bieten Mediatheken einfach die unglaublich komfortable Möglichkeit, punktuell und gezielt Sendungen zu einem späteren und selbstgewählten Zeitpunkt anzuschauen.

Mobil und flexibel – zeitlich und räumlich

Nachdem wir jetzt die zeitliche Mobilität geklärt haben, die uns Mediatheken bieten, will ich mich noch kurz der räumlichen Mobilität widmen.

Schließlich kann man sich ja mit Smartphones und den häufig damit verbundenen Datenflatrates von überall – ob unterwegs oder zuhause – in Mediatheken bedienen.

Mit der zunehmenden Verknüpfung ist man ja nicht mal mehr an einen PC oder Laptop gefesselt, sondern kann alles am heimischen Flatscreen konsumieren. W-lan und internet-fähigen TVs sei Dank.

Zeitungsangebote  online und Apps – ein kurzer Exkurs

Schließen möchte ich mit einem kurzen Exkurs in die Welt des tagesaktuell gedruckten Wortes. Wer Nachrichten lesen will – anstatt sie vorgelesen zu bekommen – ist bisher bei Tages- und /oder Wochenzeitungen gut aufgehoben. Ob regional, national oder international kann jeder für sich entscheiden.

Zunehmend machen allerdings Online-Angebote und Apps, z.B. Tagesschau.de oder heute.de, den gedruckten Medien Konkurrenz.

Wer lesen will und dies online kann, findet hier nahezu ein gleichwertiges Angebot an Nachrichtentexten und bekommt diese zusätzlich durch Audiokommentare, Videobeiträge oder themenverwandte Beiträge aufgewertet.

Kein Wunder, dass im Moment eine Klage der etablierten Zeitungen und Verlage gegen die kostenlosen Online-Angebote läuft. Diese sehen hier natürlich ihr Felle davon schwimmen.

Und das zu Recht, wie die jüngsten Beispiele „Financial Times Deutschland“ und „Frankfurter Rundschau“ zeigen.

Summa summarum

Wie bei allen Themen gibt es hier Für und Wider, Verfechter und Gegner. Über kurz oder lang wird sich diese Form des on-demand Medienkonsums meiner Meinung nach noch ausweiten da es den Anforderungen der heutigen Generationen entspricht.

Es ist also vermutlich nur noch eine Frage der Zeit, bis Nachrichtensendungen auf einzelne Nutzer oder Nutzergruppen zugeschnitten und personalisiert werden. Und man vom Nachrichtensprecher dann direkt mit dem Vornamen begrüßt wird.

Vermutlich wird dies in 20 Jahren nicht einmal mehr jemandem als “besonders” oder “neu” auffallen. Wer hätte schließlich vor 20 Jahren vorhersehen können, wo wir heute stehen?

Ob das dann gut oder schlecht ist, ist vielleicht Thema eines zukünftigen Blogbeitrags. Vielleicht auch, ob und was uns der Spaß dann kostet.

P.S.

Für Interessierte hier noch der Link zur angesprochenen Sende-Reihe auf arte.

http://www.arte.tv/de/Summer-of-Rebels/6648126.html

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