27 Mrz 2012

Um Gottes Willen nicht schicker als der Kunde

Beitrag von: Benjamin Thomas

Oh Gott, morgen früh steht wieder ein Kundentermin an. Was soll ich nur anziehen? Diese Frage stelle ich mir in gewisser Regelmäßigkeit seit meinem ersten Arbeitstag in einer Werbeagentur. Damals noch in einer klassischen B2B Agentur.

Das erwähne ich mit gutem Grund. Denn es gibt da kleine, aber feine Unterschiede: Während die Kunden in einer B2C Werbeagentur das Ganze, meiner Ansicht nach, etwas entspannter sehen, ist bei einem Termin mit Kunden aus dem B2B Bereich ein Anzug schon fast Pflicht.

Sneakers für ein neues Lebensgefühl

Natürlich ohne Krawatte, denn zum einen sollte man ja schon noch vom Kunden differenzierbar sein. Und zum anderen erwarten die Kunden ja fast schon, dass man nicht nur durch kreative Ideen, sondern auch durch ein lockeres Auftreten überzeugt. So versprechen sich vielleicht einige Entscheidungsträger die Übertragung eines neuen Lebensgefühls auf teilweise doch recht konservative und angestaubte Unternehmen. Das ein oder andere Paar Sneaker kann da ja nicht schaden.

Vertrauenswürdig. Aber ja nicht zu sehr!

Als Berater ist das aber auch schon wieder so eine Sache. Man muss natürlich vertrauenswürdig aussehen, damit der Kunde einem die Führungskompetenz der Projekte nicht abspricht. Man sollte aber wiederum nicht so herausgeputzt erscheinen, dass man es als Versuch deuten könnte, über Unzulänglichkeiten hinwegtäuschen zu wollen.

Kommt man hingegen mit einem Kreativen im Anzug zum Kunden, zeichnet sich auf dessen Gesicht nicht selten so etwas wie Enttäuschung ab. Zum Berufsstand eines Kreativen gehören wohl farbenfrohe T-Shirts, Turnschuhe, und das ein oder andere Loch in der Jeans – kurzum einfache eine gewisse Portion „Rebellentum“.

Bloß nicht verkleiden

Abschließend kann man wohl sagen, dass es in diesem Sinne keinen wirklichen branchen- oder agenturübergreifenden Dress Code für Berater oder Kreative gibt und dass das richtige Outfit auch vom persönlichen Verhältnis und dem eigenen Gefühl abhängig ist.

Trotzdem gibt es wohl einen gewissen Verhaltenskodex, den jeder noch auf seine individuelle Art interpretieren darf.

Um Gottes Willen nicht schicker als der Kunde!

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